Lesen kostet fast nichts mehr!

Urlaubszeit ist Lesezeit – zumindest für mich.

Als Teen und Twen hat mich der Lesespaß aber auch immer eine Stange Geld gekostet. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass ich mir mal während einer dieser langweiligen Urlaube in Bayern in einer Buchhandlung in Regensburg diese grüne Paperback-Ausgabe des Herrn der Ringe aus dem Klett-Cotta-Verlag gekauft habe. Wenn mich meine Erinnerung nicht schwer täuscht, hat mich das damals 60 DM gekostet – war aber sein Geld wert.

Als Amazon anfing Bücher in Deutschland zu verkaufen – ja, liebe Kinder, Amazon hat mal als schnöder Bücherladen begonnen – war ich schnell einer der Vielbesteller.  In einem digitalen Katalog nach meinen Kriterien eine schier endlose Zahl Bücher finden zu können, entsprach mir einfach. Keine übergroßen Bücherregale mehr, in denen Bücher meist nur sehr grob thematisch geordnet standen. Bücher, die nicht vorrätig aber vielleicht trotzdem interessant waren, konnten trotzdem gefunden werden. 

Als ich irgendwann den religiösen Glauben überwunden hatte, Geschichten können nur in auf Papier gedruckten Büchern funktionieren – ein Irrsinn, den bei Geschichten geht es um die Geschichten und alles andere ist nur das Medium, dass einer Geschichte zu einer besseren Wirkung verhilft – ließ ich mich auf EBooks ein. Zwischenzeitlich – auch weil sich der Verlagsmarkt dieser Realität gebeugt hat – lese ich (fast) nur noch digital.

Was mich dabei am allermeisten erstaunt und freut ist, dass ich zwischenzeitlich immer mehr klassische Literatur zu lesen bekomme. Angefangen hat es mit Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer, Der Graf von Monte Christo oder auch Frankenstein. Aber auch Werke wie King Lear Wilhelm Tell oder Tartüff habe ich mir zwischenzeitlich zugeführt.

Das besondere ist, solche gerade klassischen Werke kosten heute nur wenige Cents oder sind sogar kostenlos zu bekommen – auch über Amazons ganz regulären EBook-Shop. So habe ich mir für das aktuelle Lesevergnügen gerade alle Geschichten des Sherlock Holms von Arthur Conan Doyle für lediglich 0,99 Euro gekauft – obwohl diese Geschichten auch als eines der letzten Exemplare als gebundene Variante in meinem inzwischen sehr kleinem Bücherregal stehen. Und weil ich in meinem Leben bislang immer nur einzelne Geschichten von ihm gelesen habe, kam zum gleichen Preis auch noch die gesammelten Werke von Franz Kafka dazu. Für ausreichend Lesespaß ist in den nächsten Tagen also gesorgt. Ohne das ich hierfür sehr viel Geld ausgeben musste.

Plötzlich WGler

Diesen Monat trete ich meinen neuen Job an. Ein Job, der zu meinem persönlichen Profil und meiner bisherigen Berufserfahrung passt. Bei einem Unternehmen, dass viele nette Kollegen vorweist und mir eine interessante Aufgabe angeboten hat. Eigentlich der perfekte Job – es gibt aber einen (kleinen) Nachteil: mein neuer Arbeitsplatz ist in Böblingen.
Wer jetzt auf Google Maps schaut, wird sich sagen: die Strecke Pforzheim – Böblingen ist jetzt nichts Besonderes. Es gibt Leute, die haben einen wesentlich weiteren Weg zur Arbeit.

Das mag stimmen. Für mich als Nicht-Autofahrer verweist das aber auf die öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere auf die Deutsche Bahn. Jetzt möchte ich nicht in ein Bahn-Bashing verfallen, denn nach meiner Erfahrung hat das die Bahn eigentlich auch nicht verdient. Für meine konkrete Situation muss ich aber anführen, dass mich mein täglicher Arbeitsweg unter günstigen Umständen von Tür zu Tür 4 bis 5 Stunden kosten würde. Für eine regelmäßige Pendelei ist mir das eigentlich zu viel Zeit.

In meinem letzten Job im Karlsruher Westen habe ich schon eine tägliche Fahrtzeit von zweieinhalb Stunden in Kauf genommen. Das mag nicht lange erscheinen. Man muss dabei aber auch anführen, dass diese Zeit zu Last-Zeiten des Nahverkehrs stattfinden – also zu einer Zeit, in der viele andere Arbeitnehmer, Schüler und Studenten ebenfalls unterwegs sind.

Entsprechend befinden sich die Bahnen am oberen Ende ihrer Kapazität. Das heißt; Sitzplatz nur mit viel Glück und dann sehr beengt. In solchen Situationen reichtes dann auch schon aus, wenn nur einer oder zwei der Mitfahrenden sich nicht an die eine oder andere gesellschaftliche Konvention hält und z.B. im wärmsten Sommer sein tagesaltes Zwiebel-Met-Brötchen isst. Und wo ich auch gerade bei diesem Thema bin: für Mitreisende ist laute Musik auch dann sehr störend, wenn sie aus schlecht abgeschirmten Ohrstöpseln kommt – da hilft auch kein Apfel-Logo.

Um dieser Pendelei zu entgehen und trotzdem diesen Job antreten zu können, habe ich mich also dazu entschieden nach Böblingen zu ziehen. Jetzt sind die Mieten in Böblingen aber doppelt so hoch wie in Pforzheim – und das ist keine rhetorische Übertreibung, sondern tatsächlich die harte Realität. Pforzheim ist zwischen den Ballungsräumen Karlsruhe und Stuttgart so etwas wie die letzte Insel mit vergleichsweise günstigen Mieten (im Maßstab Baden-Württembergs natürlich). Keine Ahnung, woran das genau liegt. Vielleicht ist es der recht hohe Ausländer-Anteil, vielleicht die hastig nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaute und allgemein als sehr hässlich empfundene Innenstadt? Vielleicht liegt es auch daran, dass wir vor einigen Jahren einen als besonders schmierig und korrupt empfundenen Politiker hervorgebracht haben, der um ein Haar Landesvater geworden wäre.

(Zum Glück gab es da in Japan diese Katastrophe mit diesem Atomreaktor, die knapp Neunzehntausend Menschen das Leben gekostet und dadurch dafür gesorgt hat, dass man bei uns die Idee, das bereits beschlossene Ende der Nutzung von Atomenergie plötzlich doch nicht mehr umzusetzen, für eine sagenhaft blöde Idee hielt. Wir lernen also doch aus unseren Fehlern. Leider muss man uns die Konsequenzen daraus immer nur sehr krass vor Augen führen).

Eine alternative Wohnsituation musste also gefunden werden. Pension oder Hotel kann ich mir dann doch nicht leisten. Gleich umzuziehen war wie gesagt wegen der hohen Mieten und des Rest-Risikos – vielleicht findet mich mein euer Arbeitgeber innerhalb der Probezeit doch nicht so toll oder die neuen Kollegen haben an meinen Probetagen einfach eine Oscar-würdige Show hingelegt. Was liegt da näher als in eine Wohngemeinschaft zu ziehen?

Natürlich gab es viele Unken-Rufe. Über die Risiken, die die unbekannten Mitbewohner darstellen („Die futtern dir den Kühlschrank leer“). Bis zur vermeintlichen Degradierung zu einem Mieter zweiter Klasse („Da feiern sie die ganze Nacht laute Partys und du kannst nicht schlafen“). Aber ich habe schon vor Jahren gelernt, dass man auf solche Aussagen nicht hören darf.

Die Suche nach der passenden WG war dann aber doch aufwendiger, als ich mir gedacht hatte. Zum einen gibt es im Raum Böblingen-Sindelfingen nur eine begrenzte Menge an ausgeschriebenen Zimmern, die selbst für den dortigen Mietspiegel im Verhältnis liegen. Zum anderen reagieren viele der Vermieter nur sehr träge oder gar nicht.

Es gab natürlich auch die Zimmerangebote, die zu schön waren um wahr zu sein (für Insider: 30qm Zimmer am Böblinger Flugfeld in einer 120qm Penthaus-Wohnung für unter 400 Euro). Da stellte sich dann aber schon nach einem kurzen Telefonat heraus, dass ich für den Vermieter das falsche Alter und – für ihn viel schlimmer – das falsche Geschlecht hatte.

Ich habe mir dann doch immerhin ein halbes Dutzend Zimmer angesehen. Hier war dann die Spanne von Du-liebe-Güte bis Ok-nehme-ich. Und ich bin froh, dass mich meine Vermieter auch genommen haben, denn die Qualität der nächstbesseren Wohnung fiel ehrlich gesagt schon stark ab.

Und jetzt bin ich also plötzlich WGler. Das Nötigste zur Einrichtung habe ich mir schon bei IKEA gekauft. Bleibt noch abzuwarten, was mir noch so als Fehlend auffällt. (Nachtrag: Alexa! Mir fehlte zum Einzug Alexa. Eigentlich schon wieder irrwitzig.)

Hoffentlich stören sich meine Mitbewohner nicht an meinen lauten Partys und daran, dass ich ihnen ständig das Essen wegfuttere.

Die Bücherei in der Telefonzelle

Vor ein paar Tagen habe ich eine Institution in Pforzheim entdeckt, die ich in meiner Heimatstadt eigentlich nicht erwartet hätte: einen öffentlichen Bücherschrank.

Hierbei handelt es sich um einen Schrank oder eine Kabine, meist in der Größe von ungefähr einer Telefonzelle, in der man anonym Bücher spenden, aber auch entnehmen kann. Es gilt dabei die ungeschriebene Regel: wenn du ein Buch rausnimmst, leg auch wieder eines rein. Das darf – und soll – auch gerne das Buch sein, das du zuvor aus diesem oder einem anderen Bücherschrank genommen hast. Wichtig ist, dass einfach viele Menschen in den Genuss des Inhalts kommen.

Ich finde diese Art des Austausches prima. In jungen Jahren konnte ich mir nicht so viele Bücher leisten, wie ich gelesen habe, weshalb ich oft auf Flohmärkten nach neuem Lesestoff gesucht habe. Gelesene Bücher fanden dabei oft den Weg in den Freundes- und Bekanntenkreis, auch wenn hier eine vergleichbare Menge an Büchern zurückkam, wie ich sie hergab.

Was Bücher angeht, habe ich schon vor zwei, drei Jahren angefangen, meinen physischen Bestand zu reduzieren. Ich lese zwar schon ab und an ein Buch erneut, trotzdem wuchs mein Bücherbestand auf gut zwei Dutzend Regalmeter. Da ich zudem schon vor einiger Zeit auf EBooks umgestiegen bin – Papier macht ein Buch nicht wertvoller- habe ich die Chance ergriffen, einige Bücher zu verschenken und viele einfach bei Momox für Centbeträge zu verkaufen.

Ein paar Bücher sind aber noch übrig. Zum Beispiel mein Herr der Ringe-Hardcover im roten Einband. Da ich auch diesen Titel inzwischen auf meinem Kindle habe und über die Jahre auch schon die eine oder andere verliehene Ausgabe nie zurückbekam, habe ich mich dazu entschlossen, diese über den Pforzheimer Bücherschrank zu spenden. Vielleicht entdeckt ja dadurch ein Jugendlicher seine Liebe zur Fantasy? Vielleicht hat aber auch jemand so einfach seinen Spaß daran.

Selbst werde ich es wohl nicht erfahren, aber alleine der Gedanke an diese Möglichkeit zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen.

Was Unternehmen nach einem Hacker-Angriff tun sollten

Diese Woche erhielt ich eine belustigende Spam-Mail, in der mir der Absender mitteilte, er hätte mich über meine eigene Webcam gefilmt, wie ich mir ein Internet-Video angesehen hätte und dabei – in seinen Worten – etwas Spaß gehabt hätte. Gegen eine kleine Gebühr würde er dieses Video aber vernichten und ganz, ganz sicher nie jemanden zeigen.

Diese Betrugsmasche ist jetzt nicht neu. Da ich für jeden Kontakt eine eigene E-Mail-Adresse verwende, interessierte mich nur noch, welche denn für diesen Versuch verwendet wurde. Die üblichen Verdächtigen sind hier die Adresse, welche ich für eBay verwende, eine Adresse, die mal im Kontext des Online-Games Black Prophecy versehentlich öffentlich gemacht wurde oder jene Adresse, welche ich beim pleite gegangenen Versandhändler Neckermann verwendet habe und die wohl als derart wertvoll betrachtet wurde, dass man sie mehrfach aus der Konkursmasse heraus verkauft hat – übrigens ohne meine Zustimmung, so dass ich gegen jeden Verwender mit harten Bandagen vorgehe.

Ich war überrascht, eine E-Mail-Adresse zu entdecken, welche mir einmal ein Software-Hersteller im Gegenzug für eine Demo-Version seines Produktes abgenötigt hatte. Die Software selbst hatte ich nach einem kurzen Test schon wieder als für mich Unnütz von der Festplatte gelöscht, so dass außer einer einmaligen Bestätigungs-Nachricht nichts mehr in meinem Archiv zu finden war.

Ich kontaktierte den Hersteller per Facebook und informierte ihn über meine Entdeckung und bat ihn, zu prüfen, ob er vielleicht Opfer eines Datendiebstahls geworden sei. Ich erhielt aber nur die Aussage, dass man schon seit langem keinen Hacker-Angriff ausgesetzt war und man deswegen auch keinen Grund für eine entsprechende Untersuchung oder weitere Bemühungen sehe. Welcher Zeitraum ‚lange‘ umfasst, wollte man mir nicht sagen. Eben so wenig, warum ich über den letzten bekannten Hacker-Angriff keine Information erhalten hatte oder was man daraufhin unternommen hat.

Ich möchte daher folgende Empfehlung für all jene Unternehmen abgeben, welche E-Mail-Adressen oder andere Daten von anderen Menschen halten

  • Wenn Ihnen ein Angriff oder Diebstahl bekannt wird, informieren sie die entsprechenden Behörden, alle ihre Benutzer – und nicht nur die, die möglicherweise von diesem Vorgang betroffen sind, sowie die Öffentlichkeit.
  • Sollten Sie Passwörter speichern, setzen Sie diese auf einen zufälligen Wert und veranlassen Sie, dass sich ihre Benutzer ein neues, möglichst sicheres Passwort vergeben müssen.
  • Speichern Sie Zahlungsdaten, informieren Sie auch unbedingt alle betroffenen Banken über sämtlichen konkreten Fällen. Nur so können Sie verhindern, dass ihren Benutzern aufgrund ihrer Nachlässigkeit ein finanzieller Schaden entsteht.

Pause machen

Mein letzter richtiger Job ging vor einigen Wochen planmäßig zu Ende. Entgegen meines sonstigen Verhaltens habe ich mich aber nicht gleich wieder auf eine neue Aufgabe geworfen. Sicherlich liegt das auch daran, dass es gerade bei meinem letzten Job einige Menschen gab, die das Arbeiten ungewöhnlich stressig machten. Erstaunlicherweise sind es nämlich selten die schwierigen Aufgaben oder die ambitionierten Herausforderungen, die für mich Stress bedeuten, es ist eher das menschliche Umfeld, besonders wenn man es mit einer Reihe von „speziellen Charakteren“ zu tun hat.

Ich habe mir daher erst einmal eine konstruktive Auszeit verordnet. Wer sich für IT und Computern interessiert, hat ohnehin immer einen Berg von Büchern die er schon lange lesen oder Programme und Technologien mit denen er sich beschäftigen will. Aufgaben finden sich daher einfach.

Viel wichtiger war für mich aber, die Zeit zu nutzen, um einmal zurück zu blicken. Was habe ich in der Vergangenheit alles gemacht, was habe ich gelernt, was habe ich erfolgreich angewendet? Und: was hat mir davon wirklich Spaß gemacht und unter welchen Umständen ist das passiert? Wie habe ich mich im Lauf der Zeit verändert und wie bewerte ich diese Veränderungen für mich?

Gerade in den ersten beiden Wochen schien ich mich hier erst einmal im Kreis zu drehen. Klar, hatte ich schon viel erreicht. Und ich hatte natürlich auch umfangreiche Pläne und Projekte für die Zukunft. Vieles hatte ich da auf meiner Tapete stehen, dass ich noch anzugehen hatte. Vorhaben, von denen ich schon mit Menschen gesprochen hatte. Pläne, die es bislang nur in meinem Kopf gab.

Ich wusste schon immer, dass ich mir eigentlich immer zu viel vornehme und mein persönliches Zeitkonto großzügig überlade. Entsprechend gehandelt s ich aber nie.

Thinks to know and not to do, is not to know! Diese Aussage habe ich vor Jahren einmal aus einem Seminar über Erfolgsstrategien mitgenommen. Jetzt wurde mir bewusst, dass ich dieses Wissen nicht angewendet hatte.

Auch wenn diese Erkenntnis schon reichlich schmerzhaft war, folgte darauf der bislang schwierigste Schritt: Ich beschloss, alle Projekte und alle Vorhaben bis auf eines komplett zu streichen. Das eine überlebende Projekt müsste dann jenes sein, dass ich mit aller Kraft und Leidenschaft verfolgen könnte. Vielleicht hatte ich dieses Vorhaben auch noch gar nicht auf dem Schirm? Auch mein berufliches Profil sollte sich schärfen. Mit vielen Themen Kontakt gehabt zu haben und sich mutig auf neue Aufgabengebiete zu stürzen, ist zwar sehr interessant, es formt aber auf Dauer keinen Experten.

Gegenwärtig habe ich diesen Pfad noch nicht vollständig durchschritten. Bei vielen Dingen konnte ich schon einen klaren Schnitt ansetzen, bei manchen Themen fechte ich aber noch den Kampf mit mir selbst. Der aufmerksame Beobachter wird in den Wochen und Monate, die kommen werden, sicher den einen oder anderen Hinweis auf meine aktuelle Entwicklung erhaschen können.

Ich bin selbst gespannt.

Das Jahr des Bieres

Das wird jetzt wie ein dummer Neujahrs-Vorsatz erscheinen:
Ich habe mir vorgenommen, im Jahr 2018 einhundert unterschiedliche Biere zu trinken, die ich noch nie – oder zumindest schon sehr lange nicht mehr – getrunken habe.

Eigentlich bin ich kein großer Bier-Trinker. Und dabei ist Bier schon das Härteste, das ich an alkoholischen Getränken so halbwegs regelmäßig konsumiere. Bei den verschiedenen Ereignissen, zu denen es legitim ist, Bier zu trinken – ich denke da zum Beispiel an das gelungenen „Beer & PHP“ der PHP-User-Group Karlsruhe im vergangenen Jahr – halte ich mich ganz gerne an eine frische Apfelsaftschorle oder ein leicht sprudelndes Mineralwasser (Fußnote: Stilles Wasser ist mir zu langweilig, Mineralwasser mit der klassischen Menge Kohlensäure belastet mir die Stimme zu sehr). Wenn ich dann tatsächlich Bier trinke, halte ich mich oft an das Bekannte – meist aus purer Gewohnheit.

Vor einiger Zeit habe ich aber eher zufällig ein Bier einer kleinen Brauerei aus dem Schwarzwald getrunken. Leider weiß ich jetzt den Namen nicht mehr, aber ich weiß noch, dass dieses Bier unglaublich lecker war. Vielleicht weil es die üblichen geschmacklichen Eigenschaften von Bier nicht so sehr in den Vordergrund stellte.

Diese geschmackliche Erfahrung war für mich so beeindruckend, dass sie meine Neugier anstieß. Ich fasste die Absicht, nun öfters unbekannte Biersorten auszuprobieren.

Einige Wochen später musste ich mir aber eingestehen, diesen Vorsatz nicht umgesetzt zu haben. Mich überkam die Erkenntnis, dass ich – was Bier betraf – in einem Schema gefangen war. Das liegt im Wesentlichen darin, das ich Bier nur in Gesellschaft trinke und ich mich dabei entspannt genug fühle, um meine mir selbst auferlegte Selbstkontrolle dem Alkohol zu opfern. Da ich mich selten entspannt fühle, wenn ich Gäste zuhause habe, trinke ich Bier eigentlich nur außer Haus in ausgesuchten Gaststätten. Viele meiner Freunde scheinen aber regelrecht mit ihrer Stammkneipe verheiratet zu sein. Selten wird dort die Bierauswahl durch neue, ungewöhnliche Biere ergänzt. Zudem fühlen sich auch viele Leute mit schon fast religiösen Eifer genötigt, für ihr Lieblingsbier einzustehen. Wer es wagt ein Stout in einer Runde Pils-Fanatiker zu trinken, muss schon ein dickes Fell haben. In diesem Bereich könnten ambitionierte Forscher gerne zu den Themen Gruppenzwang und Gruppendynamik forschen.

Nach Ansicht verschiedener Personen in meinem Freundeskreis, befasse ich mich ohnehin ständig mit reichlich ungewöhnlichen Beschäftigungen. So spiele und programmiere ich Computerspiele und das nur, um dabei Spa0 zu haben – also ohne hier die sinnvolle Absicht zu verfolgen, Millionen zu verdienen. Oder ich kaufe gebrauchte LowCost-Notebooks, nur um eine Video-Serie mit meinem dabei gesammelten Erfahrungen zu drehen. Es wird die entsprechenden Personen also nur ein weiteres nachsichtiges Kopfschütteln entlocken, wenn ich auf meinem persönlichen Blog (noch so eine eigentlich unnütze Zeitverschwendung) eine Artikelserie über Bier veranstalte.

Einhundert Bier sind dabei jetzt kein Pappenstiel. Allerdings kann man in Deutschland wohl mehrere Hundert, wenn nicht gar Tausend verschiedene Biere kaufen. Hundert erscheint mir hier einfach eine schöne runde Zahl. Außerdem hatte der Getränkemarkt um die Ecke vor einiger Zeit mal damit geworben, mehr als 100 Sorten Bier im Sortiment zu haben. Na dann.

Einhundert Bier bedeutet aber auch in einem Zeitraum von 52 Wochen jeweils zwei unterschiedliche Biere pro Woche zu trinken. Ich habe mir allerdings vorgenommen, diese Biere sehr bewusst zu trinken, um eben für mich etwas über deren Geschmack und sonstige Eigenschaften zu lernen. Das bedeutet ich trinke diese Biere zuhause. Alleine. Nur als Hinweis für diejenigen, die nun die Hoffnung hatten, bei mir plötzlich auf der Matte stehen zu können, um Bier zu trinken. Vergesst es 😉

Ich glaube nicht, dass ich wöchentlich über meine neue Biertrinkerei berichten werden. Natürlich treibt mich mein Selbst dazu, meine gewonnenen Erfahrungen zu dokumentieren. So furchtbar spannend wird das aber wohl trotzdem nicht werden. Ich werde die Welt (also jene zwei oder drei Personen, welche zufällig auf mein Blog stoßen) dennoch über meine Erkenntnisse informieren. Dies wird aber höchstens einmal im Monat passieren. Versprochen wird hier natürlich nichts. Freudige Leser sind also gewarnt.

In diesem Sinne: Prost 😉

 

 

 

Gespräche mit Alexa

“Alexa … … … hat sich erledigt”
Alexa: “Ok! Wenn doch etwas sein sollte, sag einfach bescheid!”
 
Der beste Beweis, dass es sich um eine AI handelt. Eine reale Frau ist seltenst so unkompliziert 😉
 

“Alexa: füttere die Katze!”
Alexa: “Ich habe eben Katze deiner Einkaufsliste hinzugefügt.”
 
Äh? Wat?

Der Jugendschutz in Deutschland

Die Spiele-Vertriebsplattform gog.com hat bekannt gegeben, dass eine Liste von rund 30 Titeln von Kunden mit einer deutschen IP nicht mehr gekauft werden kann. Im allgemeinen wird derzeit vermutet, dass man damit nur die Verkaufsauflagen bei zensierten Titeln umsetzen will.

Natürlich schrien in den entsprechenden Foren wieder zahlreiche Leute vor Empörung auf, denn so ein Vorgehen wäre ja Zensur und Bevormundung des Bürgers und sonstiges Bla. Ein Gutteil dieser Empörten brüllt sicher nur aus Prinzip. Eben ein weiterer Punkt, der sich dazu eignet, um dagegen zu stänkern. Man will die Fakten gar nicht so genau kennen und sich schon gar nicht mit den Hintergründen beschäftigen. Diese Leute finden es einfach toll, blöd zu sein.

Trotzdem will ich zur Diskussion meinen Standpunkt entgegenwerfen:

In Deutschland ist es uns wichtig, das sich Kinder und Jugendlichen zu normalen, gesunden Erwachsenen entwickeln können. Grundsätzlich ist das zwar der Job der Eltern, da Eltern aber auch nur Menschen sind, gibt es einige grundlegende Regeln, die die richtig schlimmen Sachen verhindern sollen. Das Verbot der Kinderarbeit oder die Schulpflicht sind zum Beispiel solche Themen.

Bücher, Filme und Computerspiele können auf die Gedankenwelt von Kindern einen gewaltigen Einfluss nehmen. Deswegen haben wir als Gesellschaft ein großes Interesse daran, die wirklich gefährliche Inhalte vor unseren Kindern zu verbergen. Im Allgemeinen passiert das, indem ein entsprechender Antrag bei der BPjM gestellt wird. Wenn ein Titel entsprechend als Jugend gefährdend eingestuft wird, ist es von diesem Zeitpunkt an untersagt, dafür Werbung zu machen oder es für Jugendliche sichtbar zum Verkauf anzubieten. Und das ist dabei der wichtige Punkt: es darf immer noch verkauft werden! Jeder Erwachsene kann sich indizierten Titel legal beim Händler seiner Wahl kaufen. Allerdings muss man dann wissen, das ein Händler dieses indizierte Werk zum Verkauf anbietet oder dieses sogar gezielt bei ihm bestellen.

Diese Einschränkung ist insbesondere für die Distributoren von Videos und Computerspielen ziemlich blöd. Es bedeutet nämlich, das man Ware produziert, die dann anschließend vielleicht nicht mehr offen verkauft werden darf. Daher haben Filmwirtschaft und die Unterhaltungssoftware-Branche jeweils unabhängige Institutionen geschaffen, die für sie eine rechtlich verbindliche Einstufung vornehmen: die FSK bzw. die USK. Beide Einrichtungen untersuchen die eingereichten Titel und vergeben ein Siegel, für welche Altersklasse dieser geeignet ist. Diese Siegel dienen Eltern zum einen als Richthinweis, ob Spiel oder Film für ihren Filius geeignet ist. Zum Anderen könne die Inhalte, die nur für Erwachsene geeignet sind offen verkauft werden. Hier muss nämlich der Verkäufer die Pflicht übernehmen zu überprüfen, ob ein Käufer denn wirklich schon Volljährig ist. Kauft man übrigens per Versandhandel, kann man diese Prüfpflicht auf einen entsprechend vereidigten Boten übertragen: den Briefträger.

Bei digitalen Gütern ist diese Prüfpflicht natürlich ebenfalls vorhanden. Allerdings ist sie ungleich schwerer umzusetzen. Da viele Händler diesen Aufwand bislang scheuen (ein entsprechend sicheres Verfahren einzuführen kostet nämlich eine schöne Menge Geld), verzichtet so mancher Händler gerne darauf, solche Titel in Deutschland überhaupt anzubieten. Es ist also nicht der Gesetzgeber, der einem ein Spiel oder Film vorenthält. Es sind in aller Regel die Händler bzw. Distributoren, welche den finanziellen Mehraufwand scheuen.

 

Fragen zur neuen XBox One S

Auf der E3 lüftete Microsoft das schlecht gehütete Geheimnis um die XBox One S. Da Amazon diese neue Variante der Konsole bereits im Sortiment aufführt und Vorbestellungen für das 2 TB-Modell entgegen nimmt, sammelten sich dort ein paar Fragen.

Da ich die Berichterstattung rund um das Model S verfolgt habe, war ich einfach mal so frei, jene Fragen zu beantworten, die ich aufgrund der Presseberichte als zuverlässig beantwortbar beantworten konnte.

Ich bin natürlich kein Microsoft-Mitarbeiter und habe die XBox One S selbst auch noch nicht in Händen gehabt. Ich finde die Konsole selbst nur klasse und will daher zur besseren Information beitragen. Übrigens: in einem Unboxing-Video auf dem YouTube-Kanal der GameStar stellt unsere deutsche XBox-Götting Maxi Gräf die deutsche Version des Model S vor.

Hier aber mal die wohl wichtigsten Fragen und meine Antworten darauf:

Q: Erscheint die XBox One S auch in der Farbe Schwarz?
A: Derzeit ist wohl nur weiß geplant

Q: Kommt die jetzt sicher im August (2016)? Auf der E3 hieß es sie käme Ende 2017
A: Deutschlandstart ist im laufe des Augusts 2016. An welchem Tag genau, entscheiden die Handelspartner (Amazon etc), für sich. Hängt wohl von der Lagermenge ab 🙂
Ende 2017 soll die XBox One Scorpio kommen. Die hat dann mehr Leistung. Das hier ist die XBox One S (wohl für small, weil deutlich kleiner)

Q: Wird man UHD-Bluray-Filme abspielen können?
A: Nach Angaben von MS: ja. (Anmerkung: mir ist aber nicht bekannt, ob dass gleich mit dem internen Laufwerk möglich ist, oder ob hierzu ein externes Laufwerk wie seinerzeit bei der XBox 360 benötigt wird.)

Q: Ist der Vertical Stand im Lieferumfang erhalten? 
A: Ja, ist enthalten.

Q: Lohnt sich die neue Version? Meine ist erst 1 Jahr alt und ist das neue Modell wirklich leistungsstärker?
A: Lohnt sich für dich wohl nicht. Die Leistung ist im wesentlichen die gleiche. Außer du hast einen 4k-TV und willst jetzt schon Netflx oder Amazon Prime Video darüber in 4K anschauen. (oder dir ist die Farbe oder der Standfuß oder die 2TB HDD wichtig genug, dir die neue anzuschaffen 🙂 )

Q: Typische Fragen zu den Produkten: – ist der Artikel lange haltbar?
A: Auf der alten One war kein MHD aufgedruckt, dann wird auch die Neue keines haben 🙂 Aber im Ernst: sogar meine XBox (sprich die Erste) läuft bei mir heute noch. (Diese Frage fand ich dann doch schon ein wenig seltsam. Hat er das vielleicht mit einer Tüte Milch verwechselt? *g*)

Q: Wie viel Prozent schneller sind Cpu und Gpu im vergleich zur bisherigen Xbox One?
A: Nach bisherigen Angaben wohl gleich schnell.

Q: Kann man auch Xbox One Spiele damit weiterspielen?
A: Ja, ist vollständig kompatibel. Kannst sogar dein Zubehör weiter nutzen.

Q: Wie kann man Spiele, die man sich auf seine bisherige XBox One heruntergeladen hat auf der Xbox One S mit dem selben Account spielen?
A: Einfach auf der neuen Konsole wieder bei XBox Live anmelden und erneut herunterladen – ist genauso, wie nach einem Tausch der Hardware.

Q: Wird die Slim Version einen Kinect Anschluss haben? Oder kann man Kinect bei der S nicht mehr benutzen?
A: Nein, den Kinect-Anschluss gibt es nicht mehr. Du kannst aber den Kinect-USB-Adapter verwenden. Wenn du bereits Kinect hast, bekommst du den von MS kostenlos.

Q: Bekomme ich die Xbox One S am 31. August oder am 1. September (geliefert)
A: Offiziell heißt es von MS: im August. Amazon gibt hier wohl nur zur Sicherheit den 31. als Datum an. Wahrscheinlich hängt das Lieferdatum davon ab, wann Amazon genügend Ware am Lager hat.

Q: Kann ich die neue Xbox One S oder Xbox Scorpio mit Mouse und Keyboard ausstatten und mir quasi einen Desktop PC daraus machen?
A: Ich habe an meiner One tatsächlich ein Logitech Keyboard mit Touchpad hängen und das funktioniert. Allerdings ist das wirklich nur Spielerei. Klassische Windows-Programme (z.B. Excel oder Word) (oder sogar Visual Studio?) kannst du derzeit nicht auf der One laufen lassen. Aber über UWP wäre sowas für die Zukunft denkbar …

Q: Warum kostet die deutsche Version 399€,  wenn der Originalpreis in USA 299$ ist?
A: Hat zwei Gründe:
1.: Preise in den USA sind immer ohne Steuer (die Steuern sind dort nämlich regional verschieden), in Deutschland aber immer mit Steuer. USD nach EUR wird da oft 1:1 übernommen. Kommt dann mit den Kursschwankungen meist auf ungefähr das Gleiche raus.
2.: Das hier ist das Modell mit 2TB HDD. Die wird auch in den USA 399$ kosten.

Q: Kann ich bei dieser Konsole auch den Elite Controller verwenden?
A: Ja, du kannst alles an Zubehör, das es für die XBox gibt, auch an der One S verwenden – auch den Elite Controller.

Q: Lohnt sich der Kauf obwohl 2017 wieder eine neue Xbox erscheint?A: Wenn du schon eine One hast, wohl nicht, außer dir sind die neuen Features (Farbe, Standfuß, 2TB HDD) wichtig.
Wenn du dir gerade eine One kaufen willst, würde ich nicht warten. Entweder die One S oder vielleicht sogar eine der noch verfügbaren One der ersten Auflage (die One mit 1TB HDD gibts zum Teil schon für unter 300 Euro).

Q: Ich habe eine PS4 und will mir zusätzlich noch einen XBox One kaufen. Lieber auf die von 2017 warten (er mein wohl Projekt Skorpion) oder jetzt schon die XBox One S? Ich habe keinen 4k TV.
A: Ohne 4K TV hat die Scorpio wohl keinen Vorteil. Warum also warten?

Q: Ist die (Xbox One S) besser als eine PS4?
A: Besser, schlechter … das sind doch bürgerliche Kategorien 🙂
Aber ernsthaft: was dir besser gefällt musst du entscheiden. Ich spiele lieber auf der One als auf der PS4. Die meisten Spiele sind auf beiden Konsolen verfügbar und die gefühlte Leistung (Grafik etc) ist auch gleich. Mir gefällt aber der sehr viel bequemere Controller der XBox One (hab halt keine Kinderhände).

Q: Was ist der Unterschied außer der Größe? Ist sie besser als die normale Xbox One?
A: Farbe ist weiß, Standfuß zum Senkrecht hinstellen, 2TB HDD und einen leicht überarbeiteten Controller (ein bisschen griffiger). Sonst ändert sich nix.

Q: Man kann mit der Konsole nur Filme in 4k sehen?
A: Du kannst mit der Konsole natürlich auch noch Filme in FullHD oder weniger ansehen.
(Hier stellte sich dann noch heraus, dass der Fragesteller eigentlich wissen wollte, ob sich 4k nur auf die für Filme verfügbare Auflösung bezieht. Und ja, das tut sie. So kann man sich manchmal falsch verstehen 🙂 )

Q: Das ist aber noch nicht die Scorpio, oder?
A: Nope. Projekt Skorpion erreicht uns erst im nächsten Jahr (Mein Tipp ist der 23. Oktober …)

Q: Lohnt es sich diese zu kaufen wenn man die Normale schon hat oder sollte man auf das Projekt Scorpio warten?
A: Wenn du dir nicht ohnehin eine neue One kaufen willst, würde ich auf die Scorpio warten. Leistung ist die gleiche. Die Unterschiede sind nur die Farbe (jetzt in Weiß), der Standfuß zum vertikalen Aufstellen (meine One steht aber auch sehr stabil in der Vertikalen ohne Standfuß) und die größere HDD. Lieber das Geld in ein paar tolle Spiele investieren (z.B. Rocket League *g*) oder Rücklagen für einen 4k-TV und die Scorpio bilden 🙂

Q: Ich hätte die Xbox One S gerne in schwarz …
A: Ich fänd’ eine Version mit transparenten Gehäuse (wie bei der ersten XBox-Generation) cool. Mal abwarten, was die Zeit noch bringt 🙂

Q: Was bedeutet das “High Dynamic Range”?
A: Vereinfacht gesagt: es sind etwas leuchtendere Farben und Lichteffekte möglich. Aber du brauchst dazu unbedingt einen TV, der das unterstützt.
Halte ich derzeit nur für ein Nice-to-have-Feature.

Q: Wird es auch die 500 GB/1TB Version zum Kauf geben?
A: Derzeit ist wohl nur die 2TB-Verion der One S für Deutschland vorgesehen. Aber du kannst dir eine One (ohne S) mit 500GB oder 1TB kaufen. Leistung ist die gleiche.

Noch’n Projekt

Eigentlich bin ich bescheuert: Zum Jahresanfang hatte ich mir in den Kopf gesetzt, neben dem Restart von diesem Blog auch noch je ein Blog über meine Retro-Leidenschaft und über meinem Streben zum Entwickeln von Computerspielen anzugehen. Neben der Arbeit. Neben meinem Lehrgang bei der IHK. Wo ich doch gerne auch noch ein paar Videos gemacht hätte. Und gerne auch tatsächlich die eine oder andere Spielidee umsetzten will. Und ich auch das eine oder andere Spiel spielen, Buch lesen und Film oder Serie ansehen möchte. Und eigentlich sollte ich mich öfters aufs Rad schwingen oder mich anderweitig sportlich austoben.

Ok, Zeit für ein Selbsteingeständnis: ich nehme mir gerne zu viel vor für die Zeit die mir zur Verfügung steht.

Jetzt habe ich mir noch ein Projekt vorgenommen: ein Buch schreiben. Ok, ein EBook und zwar ohne Verlag bzw. im ‚Selbstverlag‘. Hintergrund ist, dass mich in den letzten Tagen die Ankündigung zum Start des Amazon Storyteller Award ansprang. Aus dem Gedanken, wie cool es wäre an so einem Wettbewerb teilzunehmen – und ihn dann am Schluss vielleicht sogar zu gewinnen – hat sich dann ganz schnell eine Buch-Idee entwickelt, die sich in so eine Art Eigenleben in den letzten Tagen konkreter ausformuliert hat. Da mein innerer Kreativ-Dämon schon wieder eine umfangreiche Mindmap mit Charakteren, Orten und Handlungen entwickelt hat, kann ich im Moment nur vor ihm kapitulieren und diesem Projekt nachgehen.

Mein innerer Projektmanager schlägt schon wieder die Hände überm Kopf zusammen, da er genau sieht, wie die gewissenhafte Abwägung, ob man dieses Projekt tatsächlich angehen soll, einfach davon geschwemmt wurde als der Enthusiasmus sagte: „Jaja, kein Problem, wirmachendasschon“.

Ok, dann werden wir mal abwarten, ob und was dabei herauskommt.