Webentwickler am Schreibtisch mit Hammer und Schraubenschlüssel vor einem Bildschirm, der den Neustart einer Website bei 55% Fortschritt anzeigt

Mal wieder ein Neu-Start

Puh. Schon seit über einem Jahr habe ich nichts mehr in meinem Blog geschrieben. Nicht, dass es in dieser Zeit nichts gegeben hätte, worüber ich schreiben könnte. Themen gibt es an sich immer genug. Der Wunsch, oder ich sollte besser sagen, der Drang zu schreiben überkommt mich auch immer noch. Trotzdem landete so mancher Text nur auf meiner Festplatte, oder Gedanken und Meinungen fanden gar nicht erst den Weg aus meiner Feder hinaus. Das darf man jetzt nur sinnbildlich verstehen, denn ich schreibe ja schon lange nicht mehr mit der Hand, sondern tippe nur noch am Computer. Meine Handschrift ist zu guten Teilen einfach auch nicht mehr zu lesen, auch von mir nicht.

Ich könnte anführen, dass ich einfach viel zu beschäftigt war, um Texte hier für mein Blog zu schreiben. Nicht nur, dass ich einem ordentlichen Beruf nachgehe, sondern inzwischen auch den Rollen eines hoffentlich liebevollen Partners und Ersatzvaters nachkomme. Und dass ich eine hohe Erwartungshaltung an mich selbst habe. Da kann man nicht einfach irgendwas schreiben und veröffentlichen. Zudem kam mir auch der Umzug meiner gesamten Websites in den Weg. Da galt es einfach in kurzer Zeit einen passenden neuen Anbieter zu finden und so gut es eben geht auch den Status Quo zu erhalten. Na ja, das ist mir nur so halb geglückt, weswegen im Moment noch bei den gesamten früheren Artikeln ihre Artikelbilder fehlen. Aber die sollten sich noch irgendwo in einer Datensicherung finden.

Meine Liebst würde mir hier aber entgegnen, dass das alles nur Ausreden wären. Und sie hätte damit recht. Wenn ich ehrlich mit mir selbst bin – und ich muss mir eingestehen, dass ich das wahrscheinlich zu selten bin – war es mir einfach nicht wichtig, hier etwas zu veröffentlichen. Warum auch?

Wenn ich jetzt schon bei der Ehrlichkeit gegenüber mir selbst bin, kostet mich meine Webseite nur Geld. Gut, das ist jetzt nicht viel, was ich hierfür ausgebe, und durch meinen Providerwechsel habe ich auch eine inzwischen viel zu teure Kostenstruktur beim Thema Website über Bord geworfen. Wer meint, etwas Webspace koste ja nur wenige Euro im Monat, der zieht nicht in Betracht, dass da gerne noch zusätzliche Kosten für (weitere) Domains oder solche Schicklichkeiten Notwendigkeiten wie SSL-Zertifikate hinzukommen. Da können über die Zeit einfach viele kleine Positionen zusammenkommen. Und wie man hier im Südwesten gerne sagt: Das läppert sich.

Für wen schreibe ich dieses Blog überhaupt? Wenn ich weiterhin ehrlich bin, muss ich feststellen: nur für mich. Ja, ab und an verirrt sich ein Freund oder Bekannter hierher und liest, was hier so geschrieben steht. Vielleicht war da auch in der Vergangenheit auch mal ein Kunde oder Geschäftspartner (oder auch die eine oder andere HR-Abteilung?) mit dabei. Aber im Grunde zählen die doch alle nicht. Ich hätte noch von niemandem gehört oder gelesen, dass er sich für oder gegen mich entschieden hätte, weil es diese Webseite gibt.

Trotzdem hatte ich in der Vergangenheit diesen Filter im Kopf. Was hier zu lesen war, soll doch ein möglichst positives Bild von mir liefern. Von meinem Witz und meinem sprühenden Esprit zeugen, meine Kompetenz, meine Weltgewandtheit sowie meine technische Affinität aufzeigen. Aber ehrlich: alles Blödsinn.

Daher sitze ich nun hier, obwohl ich doch schon längst schlafend im Bett liegen sollte und betreibe diese kleine Hausmeisterei. An mich selbst gerichtet, gebe ich folgende Leitlinie für dieses Blog aus: schreibe für dich selbst. Nimm keine Rücksicht darauf, wer das hier vielleicht sonst noch lesen könnte. Oder ob es am Ende niemand liest. Packe alle deine Gedanken, Erfahrungen, Erlebnisse, Berichte, Geschichten, Witze, Experimente und so weiter einfach auf diese Seite. Befreie dich davon, Texte nicht für gut genug zu halten. Oder den falschen Kontext. Oder die falsche Zeit. Oder das falsche Bild von dir zu liefern. Am Ende ist das doch hier meine Seite und ich kann schreiben, was ich will.

Ich bin jetzt mal selbst gespannt, ob ich das hier auch durchhalte. Ich werde es aber ja sehen, wenn hier ab und an wieder des Öfteren von mir zu lesen sein wird. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Nacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert