Warum ich mir keine Nintendo Switch kaufe.

Morgen ist der Verkaufsstart für Nintendos neuesten Wurf im Bereich der Konsolen – die Switch kommt auf den Markt. Als „NX“ schon seit Monaten gehypet, war auch icheinigermaßen hin und her gerissen, ob ich mir zur Markteinführung dieses Stück Gaming-Hardware zulege.

Das Konzept, zwischen der Nutzung zuhause am TV und dann nahtlos auf einem mobilen Modus umzustellen, hat mich eigentlich schon begeistert. Ich bin ja viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und nutze diese Zeit auch gerne mal, um ein Spiel zu spielen. Wirklich umfangreiche Spiele mag ich da aber nur selten anfangen. Zu häufig werde ich da aus dem Spiel gerissen, weil ich umsteigen muss oder schließlich doch am Ziel angekommen bin. Finde ich dann zuhause Zeit zum Spielen, mag ich nur selten leicht gekrümmt auf dem Sofa sitzen, um mein Spiel zu spielen. Wenn ich die Wahl habe, spiele ich doch lieber auf einem großen Bildschirm anstatt auf lediglich 5 bis 8 Zoll. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich Baphomets Fluch (engl. Broken Sword) zwar vor gut sechs Monaten endlich einmal angefangen habe, aber in Summe nur ca. 10 Stunden Spielzeit damit erlebt habe.

Trotzdem habe ich mich jetzt dazu entschlossen, erst mal keine Switch zu kaufen. Der Hype-Train hatte mich zwar schon so weit gecatcht, dass ich mir über Amazon eine Konsole vorbestelle – zu meinem Glück war deren Kontingent aber zu diesem Zeitpunkt bereits vergriffen. Nach der ersten Enttäuschung habe ich aber für mich festgestellt, dass mir die Konsole für das, was sie mir bietet schlicht zu teuer ist.

Ich will damit aber gar nicht in die derzeit vielgehörte Kritik einstimmen, dass die technischen Leistungsdaten für die ausgerufenen 330 Euro maßlos überteuert ist – obwohl ich hier im Grunde meine Herzens voll zustimmen muss. Selbst nVidias Shield Tablet ist bei gleicher CPU und Speicherausstattung und trotz größeren Displays günstiger zu haben. Ich will auch nicht darauf herumreiten, dass die Preise für Zubehör und Spiele eigentlich eine maßlose Frechheit – 70 Euro pro Spiel – sind.

Was für mich zählt, ist das Potential an interessanten Spielen, die ich mit dieser Konsole spielen kann. Und hier bleibt – abgesehen von einem neuen Zelda – nichts übrig. Ja, natürlich: es gibt zum Start einige Umsetzungen von PC Spielen, wie Fifa, Just Dance oder Stardew Valley. Aber das alleine reicht eben noch nicht aus. Und ein so starker Magnet ist Zelda für mich auch nicht, um mir 500 Euro aus der Tasche zu locken. Ja, 500 Euro. Denn neben den 330 Euro für die Konsole zahle ich ja auch noch 70 Euro für das Spiel und 70 Euro für diesen Pro-Controller sowie sicher mehr als 30 Euro für Kleinigkeiten wie Tasche, SD-Karte, USB-Netzteil, Verlängerungs- bzw. Anschlusskabel und so weiter.

Hier muss mir Nintendo erst beweisen, dass sie die Investition in die Hardware langfristig mit interessanten Titeln unterstützen können – so wie es auf dem Nintendo DS bzw. 3DS war. Ob die großen Drittanbieter hier aber wirklich mitziehen, ist für mich fraglich. Und da Nintendo im Ruf steht, für kleine Entwickler bzw. „Indies“ ein – freundlich formuliert – „schwieriger Partner“ zu sein, wird auch hier sicher keine Schwemme an Spieletiteln zu erwarten sein.

Ich warte also erst mal ab bis Weihnachten oder vielleicht sogar später – dann soll nämlich auch das neue Mario kommen.

Soll ich mich Selbstständig machen?

Eines meiner erfolgreichsten Videos bislang (naja, nur im meinem Kontext *g*) dreht sich um die Frage: “Soll ich mich Selbstständig machen”.

Hintergrund für dieses Video war genau jene Frage, die mir vergleichsweise oft aus meinem Bekanntenkreis gestellt wurde, als ich mich 2011 mit meinem IT-Projektmanagement und – Beratungsunternehmen adaropro gerade selbst erst selbstständig gemacht hatte.

Nun taugt der Begriff “Selbstständigkeit” nach meiner Auffassung weniger als Berufsbezeichnung, den eher als Berufung. Letztlich ist es ja gerade die große Freiheit und Möglichkeit eines Selbstständigen, eigene Entscheidungen auf eigene Risiko aber auch eigenen Gewinn zu treffen.

Damit das Thema nicht all zu sehr in YouTubes Datenlawine untergeht, habe ich es hier noch einmal eingebettet, auf dass interessierte Zuseher es sich gerne immer wieder ansehen können.

Wann ist ein Spiel “fertig”?

Auf Computerbase ist aktuell ein Post zu lesen, der eine umfangreichere Aussage eines der Vlambeer-Gründer zum Thema Day-One-Patch wiedergibt. Auslöser hierfür war wohl wiederum der Day-One-Patch für “No Man’s Sky”. Dieser scheint wohl in größerem Umfang in die Spielerfahrung dieses Titels einzugreifen und zahlreiche der geäußerten Kritikpunkte am Spiel ausräumt. Diese Kritikpunkte wiederum beziehen sich auf eine Preview-Version bzw. die PS4-Disc-Version, welche verschiedenen Händlern für den Verkaufsstart bereits geliefert wurde. Aus Entwickler-Sicht ist diese Version also rund zwei Monate alt.

Jetzt erst einmal durchatmen 🙂

Interessant an diesem Artikel sind dabei wie so oft die Kommentare der Leser. Für viele ist der Day-One-Patch inzwischen akzeptabel, da sie sich z.B. noch gut an fehlerbehaftete Spiele aus der Prä-Internet-Ära erinnern können. Andere wiederum fragen sich, warum man Spiele nicht “fertig” entwickeln kann, bevor man es in die Produktion gibt. Wichtigstes Argument dieser Fraktion ist, dass dies in der Prä-Internet-Ära doch auch gehen musste.

Im Grunde kann ich dieser Meinung zustimmen. Ich bin unbedingt dafür, den “Käufern” ein soweit funktionsfähiges Spiel mit allen versprochenen Features auszuliefern. Ich kann mir zwar verschiedenste Gründe vorstellen, warum man als Entwickler will, dass Spiele zum offiziellen Start noch einmal gepatcht werden, auf diese will ich aber im Moment gar nicht eingehen. Mir geht es hier eigentlich mehr um die Frage: Wann ist ein Spiel tatsächlich “fertig”?

Software-Entwicklung – und besonders die Spiele-Entwicklung – umfasst neben der eigentlichen Programmierung noch eine ganze Reihe weiterer Aufgaben. Konzeption und Entwurf, Entwicklung von Prototypen, Akzeptanz- und Funktionstest, Re-Design und Überarbeitung, Dokumentation und so weiter.
Wer halbwegs wirtschaftlich orientiert ist, muss auch Marketing bzw. Öffentlichkeitsarbeit und die Aufgaben des Vertriebs berücksichtigen.

Diese ganzen Tätigkeiten stehen untereinander in Abhängigkeit. Viele Aufgaben kann man erst beginnen oder zum erfolgreichen Abschluss bringen, wenn vorausgehende Aufgaben abgeschlossen sind oder zumindest einen definierten Zwischenstand erreicht haben.
Da man nicht immer alleine an einem Projekt arbeitet und wahrscheinlich weder über unbegrenzt Zeit noch Geld verfügt, sollte irgendeine Form des Projektmanagements installieren und sei es, dass man seine verschiedenen Aufgaben einfach per Kalender plant und deren Einhaltung regelmäßig selbst überprüft.

Irgendwann kommt dann der Tag, da muss man sein Spiel abliefern. Das Herstellen von Datenträgern und Verkaufsverpackungen sowie der Transport zu den Händlern benötigt aber ebenfalls Zeit. Gerade die Konsolen-Hersteller scheinen zudem eine mehr oder weniger umfangreiche Qualitätssicherung installiert zu haben – eine Erkenntnis, die gerade Nintendo aus dem Videospiel-Crash der 1980er gezogen hat und für den eigenen Erfolg zu nutzen wusste.
Es vergehen also noch Wochen, wenn nicht sogar Monate, bis das Spiel tatsächlich bei den Spielern vorliegt.

Jeder Entwickler bzw. Designer weiß aber schon mit der Abgabe seines Spiel, was er daran noch besser machen könnte. Selbst wenn er das qualitativ hochwertigste Spiel abgeliefert hat, das ihm möglich war, wird er kurz darauf Dinge finden, die er noch besser machen kann. Tatsächlich ist ein Spiel für seine “Eltern” nämlich nie fertig. Und da der Titel ohnehin einige Zeit “auf der Reise” ist, kann man diese doch eigentlich auch nutzen, um an einer “Verbesserung” zu arbeiten. Besonders da man solche Verbesserungen heute schnell und einfach zur Verfügung stellen kann.

Man könnte die Zeit zwischen Abgabe und Verkaufsbeginn natürlich auch mit anderen Dingen füllen. Etwa Urlaub oder Planung des nächsten Projekts. Bei größeren Entwickler-Teams macht man das sicherlich auch. Die geistigen “Eltern” eines Spiels und sicher auch andere, die kreativ daran mitgearbeitet haben, können sich in solchen Zeiten aber nur schwer von ihrem Kind lösen. Man denkt einfach ständig an den bevorstehenden Verkaufsstart und wie das eigene “Baby” wohl im Markt angenommen wird. Warum also diese Zeit nicht ganz bewusst dafür nutzen?

Ich würde diese Möglichkeit bei der Projektplanung ebenfalls für mich nutzen. Das kann nur vorteilhaft für das Endergebnis sei. Denn wirklich “Fertig” sind Spiele eigentlich nie.

Erste Überlegungen zu prozeduralen Gegenständen

Prozedurale Welten sind eigentlich nichts Neues: in Elite musst ein ganzes Universum in nur 16 KB Speicher (auf dem BBC Micro) platz finden. Da konnte man sich schwerlich die ganzen Planeten in einer Tabelle mit all ihren zugehörigen Eigenschaften wie Name, Größe, Wirtschaft, Gesetzestreue usw. ablegen. Hier mussten diese Werte jedes Mal auf’s Neue berechnet werden.

Mir schwirrt im Moment auch durch den Kopf, wie ich zum Beispiel einen Item-Katalog für einen klassischen Dungeon-Crawler prozedural erzeugen müsste. Mich treibt dabei weniger die Speichernot. Selbst auf Smartphones kann man sich heute recht problemlos einige Millionen Byte an Speicherplatz reservieren, auch wenn das in solchen Fälle etwas an Verschwendung erinnern würde.

Prozedurale Items könnten aber ein unglaubliches Hilfsmittel sein, in der Entwicklung Zeit zu sparen. Gerade in einem Dungeon Crawler sind Gegenstände grundlegend alle unterschiedlich, aber doch auch sehr ähnlich. Eine “Axt des Affen” und eine “Axt des Falken” sind beides Äxte, nur das die eine vielleicht einen Bonus auf Stärke die Andere einen Bonus auf Geschicklichkeit gibt.

Statt sich die Items alle einzeln in einer Tabelle anzulegen, kann man sich die verschiedenen Eigenschaften auf Basis eines Wertes ausrechnen. Wenn das Regelwerk fix ist, kann man dabei aus dem gleichen Wert das immer wieder gleiche Item erzeugen. Stupide Fleißarbeit beim anlegen von Items entfällt und wird durch kreative Hirnarbeit ersetzt.

Ich will hier eine kleine Artikelserie starten, innerhalb derer ich verschiedene Methoden untersuche, um aus einem Wert einen definierten Gegenstand abzuleiten. Wer Anregungen zum Thema hat, darf sich gerne in den Kommentaren austoben und mir eine E-Mail schreiben.

Spielspass contra FLOPS

Im PC-Sektor hat man sich schon daran gewöhnt, dass sich die Leistungsspirale stetig nach oben schraubt. Aktuell ziehen aber auch die Konsolen an. Sowohl bei Sony als auch bei Microsoft stehen Upgrades der Hardware an, die deutliche Mehrleistung verspricht. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage von Nintendo, die auf der E3 mal wieder zu ihrer nächsten Konsole NX befragt wurden: Man wolle lieber mit interessanten Inhalten anstatt mit mit technischen Leistungsdaten auffallen.

Die PC-Enthusiasten glauben hier schon ein Eingeständnis zur eher schwache Leistung dieses nächsten Wurfs zu erkennen – besonders da ja die aktuelle Konsole Wii U als vergleichsweise lahm gilt.
Mir hingegen spricht Nintendo da aber aus der Seele: ausreichend Leistung für interessante Spielideen ist nämlich schon eine ganze Zeit vorhanden. Es mag ja immer mehr Leistung für noch schönere und detaillierte Grafik benötigt werden und auch eine lebensecht wirkende Physik fordert Rechenpower, aber das macht Spiele nicht zwingen interessanter oder spielenswerter. EyeCandy ist für ein Spiel durchaus wichtig, um überhaupt erst einmal die Aufmerksamkeit von Spielern für sich zu gewinnen. Wer aber all seine Kraft auf den schönen Look setzt, wird die gewonnene Spielerschaft nicht lange fesseln können. Die nächste hübsche Braut wartet nämlich nur eine Ecke weiter.

Viel bedeutsamer halte ich hier den Weg, den Microsoft derzeit geht: Spiele nicht mehr nur alleine für den PC bzw. Windows zu entwickeln, sondern diese auch den XBox-Spielern oder den Gamern aus SmartPhones zur Verfügung zu stellen.
Zugegeben: nicht jedes Spielkonzept funktioniert auf jedem Endgerät in der gleichen Art. Aber gerade für kleine Spieleentwickler ist es doch sehr interessant ihre Ergebnisse einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Der Erfolg von Multiplattform-Frameworks wie Unity3D unterstreicht das.

Ich werde mich daher in Zukunft auch ausführlicher mit WinPhone und XBox auseinander setzen. Und ich freue mich darauf, auf diesen Plattformen das eine oder andere Spiel zu veröffentlichen.

Der Jugendschutz in Deutschland

Die Spiele-Vertriebsplattform gog.com hat bekannt gegeben, dass eine Liste von rund 30 Titeln von Kunden mit einer deutschen IP nicht mehr gekauft werden kann. Im allgemeinen wird derzeit vermutet, dass man damit nur die Verkaufsauflagen bei zensierten Titeln umsetzen will.

Natürlich schrien in den entsprechenden Foren wieder zahlreiche Leute vor Empörung auf, denn so ein Vorgehen wäre ja Zensur und Bevormundung des Bürgers und sonstiges Bla. Ein Gutteil dieser Empörten brüllt sicher nur aus Prinzip. Eben ein weiterer Punkt, der sich dazu eignet, um dagegen zu stänkern. Man will die Fakten gar nicht so genau kennen und sich schon gar nicht mit den Hintergründen beschäftigen. Diese Leute finden es einfach toll, blöd zu sein.

Trotzdem will ich zur Diskussion meinen Standpunkt entgegenwerfen:

In Deutschland ist es uns wichtig, das sich Kinder und Jugendlichen zu normalen, gesunden Erwachsenen entwickeln können. Grundsätzlich ist das zwar der Job der Eltern, da Eltern aber auch nur Menschen sind, gibt es einige grundlegende Regeln, die die richtig schlimmen Sachen verhindern sollen. Das Verbot der Kinderarbeit oder die Schulpflicht sind zum Beispiel solche Themen.

Bücher, Filme und Computerspiele können auf die Gedankenwelt von Kindern einen gewaltigen Einfluss nehmen. Deswegen haben wir als Gesellschaft ein großes Interesse daran, die wirklich gefährliche Inhalte vor unseren Kindern zu verbergen. Im Allgemeinen passiert das, indem ein entsprechender Antrag bei der BPjM gestellt wird. Wenn ein Titel entsprechend als Jugend gefährdend eingestuft wird, ist es von diesem Zeitpunkt an untersagt, dafür Werbung zu machen oder es für Jugendliche sichtbar zum Verkauf anzubieten. Und das ist dabei der wichtige Punkt: es darf immer noch verkauft werden! Jeder Erwachsene kann sich indizierten Titel legal beim Händler seiner Wahl kaufen. Allerdings muss man dann wissen, das ein Händler dieses indizierte Werk zum Verkauf anbietet oder dieses sogar gezielt bei ihm bestellen.

Diese Einschränkung ist insbesondere für die Distributoren von Videos und Computerspielen ziemlich blöd. Es bedeutet nämlich, das man Ware produziert, die dann anschließend vielleicht nicht mehr offen verkauft werden darf. Daher haben Filmwirtschaft und die Unterhaltungssoftware-Branche jeweils unabhängige Institutionen geschaffen, die für sie eine rechtlich verbindliche Einstufung vornehmen: die FSK bzw. die USK. Beide Einrichtungen untersuchen die eingereichten Titel und vergeben ein Siegel, für welche Altersklasse dieser geeignet ist. Diese Siegel dienen Eltern zum einen als Richthinweis, ob Spiel oder Film für ihren Filius geeignet ist. Zum Anderen könne die Inhalte, die nur für Erwachsene geeignet sind offen verkauft werden. Hier muss nämlich der Verkäufer die Pflicht übernehmen zu überprüfen, ob ein Käufer denn wirklich schon Volljährig ist. Kauft man übrigens per Versandhandel, kann man diese Prüfpflicht auf einen entsprechend vereidigten Boten übertragen: den Briefträger.

Bei digitalen Gütern ist diese Prüfpflicht natürlich ebenfalls vorhanden. Allerdings ist sie ungleich schwerer umzusetzen. Da viele Händler diesen Aufwand bislang scheuen (ein entsprechend sicheres Verfahren einzuführen kostet nämlich eine schöne Menge Geld), verzichtet so mancher Händler gerne darauf, solche Titel in Deutschland überhaupt anzubieten. Es ist also nicht der Gesetzgeber, der einem ein Spiel oder Film vorenthält. Es sind in aller Regel die Händler bzw. Distributoren, welche den finanziellen Mehraufwand scheuen.

 

Fragen zur neuen XBox One S

Auf der E3 lüftete Microsoft das schlecht gehütete Geheimnis um die XBox One S. Da Amazon diese neue Variante der Konsole bereits im Sortiment aufführt und Vorbestellungen für das 2 TB-Modell entgegen nimmt, sammelten sich dort ein paar Fragen.

Da ich die Berichterstattung rund um das Model S verfolgt habe, war ich einfach mal so frei, jene Fragen zu beantworten, die ich aufgrund der Presseberichte als zuverlässig beantwortbar beantworten konnte.

Ich bin natürlich kein Microsoft-Mitarbeiter und habe die XBox One S selbst auch noch nicht in Händen gehabt. Ich finde die Konsole selbst nur klasse und will daher zur besseren Information beitragen. Übrigens: in einem Unboxing-Video auf dem YouTube-Kanal der GameStar stellt unsere deutsche XBox-Götting Maxi Gräf die deutsche Version des Model S vor.

Hier aber mal die wohl wichtigsten Fragen und meine Antworten darauf:

Q: Erscheint die XBox One S auch in der Farbe Schwarz?
A: Derzeit ist wohl nur weiß geplant

Q: Kommt die jetzt sicher im August (2016)? Auf der E3 hieß es sie käme Ende 2017
A: Deutschlandstart ist im laufe des Augusts 2016. An welchem Tag genau, entscheiden die Handelspartner (Amazon etc), für sich. Hängt wohl von der Lagermenge ab 🙂
Ende 2017 soll die XBox One Scorpio kommen. Die hat dann mehr Leistung. Das hier ist die XBox One S (wohl für small, weil deutlich kleiner)

Q: Wird man UHD-Bluray-Filme abspielen können?
A: Nach Angaben von MS: ja. (Anmerkung: mir ist aber nicht bekannt, ob dass gleich mit dem internen Laufwerk möglich ist, oder ob hierzu ein externes Laufwerk wie seinerzeit bei der XBox 360 benötigt wird.)

Q: Ist der Vertical Stand im Lieferumfang erhalten? 
A: Ja, ist enthalten.

Q: Lohnt sich die neue Version? Meine ist erst 1 Jahr alt und ist das neue Modell wirklich leistungsstärker?
A: Lohnt sich für dich wohl nicht. Die Leistung ist im wesentlichen die gleiche. Außer du hast einen 4k-TV und willst jetzt schon Netflx oder Amazon Prime Video darüber in 4K anschauen. (oder dir ist die Farbe oder der Standfuß oder die 2TB HDD wichtig genug, dir die neue anzuschaffen 🙂 )

Q: Typische Fragen zu den Produkten: – ist der Artikel lange haltbar?
A: Auf der alten One war kein MHD aufgedruckt, dann wird auch die Neue keines haben 🙂 Aber im Ernst: sogar meine XBox (sprich die Erste) läuft bei mir heute noch. (Diese Frage fand ich dann doch schon ein wenig seltsam. Hat er das vielleicht mit einer Tüte Milch verwechselt? *g*)

Q: Wie viel Prozent schneller sind Cpu und Gpu im vergleich zur bisherigen Xbox One?
A: Nach bisherigen Angaben wohl gleich schnell.

Q: Kann man auch Xbox One Spiele damit weiterspielen?
A: Ja, ist vollständig kompatibel. Kannst sogar dein Zubehör weiter nutzen.

Q: Wie kann man Spiele, die man sich auf seine bisherige XBox One heruntergeladen hat auf der Xbox One S mit dem selben Account spielen?
A: Einfach auf der neuen Konsole wieder bei XBox Live anmelden und erneut herunterladen – ist genauso, wie nach einem Tausch der Hardware.

Q: Wird die Slim Version einen Kinect Anschluss haben? Oder kann man Kinect bei der S nicht mehr benutzen?
A: Nein, den Kinect-Anschluss gibt es nicht mehr. Du kannst aber den Kinect-USB-Adapter verwenden. Wenn du bereits Kinect hast, bekommst du den von MS kostenlos.

Q: Bekomme ich die Xbox One S am 31. August oder am 1. September (geliefert)
A: Offiziell heißt es von MS: im August. Amazon gibt hier wohl nur zur Sicherheit den 31. als Datum an. Wahrscheinlich hängt das Lieferdatum davon ab, wann Amazon genügend Ware am Lager hat.

Q: Kann ich die neue Xbox One S oder Xbox Scorpio mit Mouse und Keyboard ausstatten und mir quasi einen Desktop PC daraus machen?
A: Ich habe an meiner One tatsächlich ein Logitech Keyboard mit Touchpad hängen und das funktioniert. Allerdings ist das wirklich nur Spielerei. Klassische Windows-Programme (z.B. Excel oder Word) (oder sogar Visual Studio?) kannst du derzeit nicht auf der One laufen lassen. Aber über UWP wäre sowas für die Zukunft denkbar …

Q: Warum kostet die deutsche Version 399€,  wenn der Originalpreis in USA 299$ ist?
A: Hat zwei Gründe:
1.: Preise in den USA sind immer ohne Steuer (die Steuern sind dort nämlich regional verschieden), in Deutschland aber immer mit Steuer. USD nach EUR wird da oft 1:1 übernommen. Kommt dann mit den Kursschwankungen meist auf ungefähr das Gleiche raus.
2.: Das hier ist das Modell mit 2TB HDD. Die wird auch in den USA 399$ kosten.

Q: Kann ich bei dieser Konsole auch den Elite Controller verwenden?
A: Ja, du kannst alles an Zubehör, das es für die XBox gibt, auch an der One S verwenden – auch den Elite Controller.

Q: Lohnt sich der Kauf obwohl 2017 wieder eine neue Xbox erscheint?A: Wenn du schon eine One hast, wohl nicht, außer dir sind die neuen Features (Farbe, Standfuß, 2TB HDD) wichtig.
Wenn du dir gerade eine One kaufen willst, würde ich nicht warten. Entweder die One S oder vielleicht sogar eine der noch verfügbaren One der ersten Auflage (die One mit 1TB HDD gibts zum Teil schon für unter 300 Euro).

Q: Ich habe eine PS4 und will mir zusätzlich noch einen XBox One kaufen. Lieber auf die von 2017 warten (er mein wohl Projekt Skorpion) oder jetzt schon die XBox One S? Ich habe keinen 4k TV.
A: Ohne 4K TV hat die Scorpio wohl keinen Vorteil. Warum also warten?

Q: Ist die (Xbox One S) besser als eine PS4?
A: Besser, schlechter … das sind doch bürgerliche Kategorien 🙂
Aber ernsthaft: was dir besser gefällt musst du entscheiden. Ich spiele lieber auf der One als auf der PS4. Die meisten Spiele sind auf beiden Konsolen verfügbar und die gefühlte Leistung (Grafik etc) ist auch gleich. Mir gefällt aber der sehr viel bequemere Controller der XBox One (hab halt keine Kinderhände).

Q: Was ist der Unterschied außer der Größe? Ist sie besser als die normale Xbox One?
A: Farbe ist weiß, Standfuß zum Senkrecht hinstellen, 2TB HDD und einen leicht überarbeiteten Controller (ein bisschen griffiger). Sonst ändert sich nix.

Q: Man kann mit der Konsole nur Filme in 4k sehen?
A: Du kannst mit der Konsole natürlich auch noch Filme in FullHD oder weniger ansehen.
(Hier stellte sich dann noch heraus, dass der Fragesteller eigentlich wissen wollte, ob sich 4k nur auf die für Filme verfügbare Auflösung bezieht. Und ja, das tut sie. So kann man sich manchmal falsch verstehen 🙂 )

Q: Das ist aber noch nicht die Scorpio, oder?
A: Nope. Projekt Skorpion erreicht uns erst im nächsten Jahr (Mein Tipp ist der 23. Oktober …)

Q: Lohnt es sich diese zu kaufen wenn man die Normale schon hat oder sollte man auf das Projekt Scorpio warten?
A: Wenn du dir nicht ohnehin eine neue One kaufen willst, würde ich auf die Scorpio warten. Leistung ist die gleiche. Die Unterschiede sind nur die Farbe (jetzt in Weiß), der Standfuß zum vertikalen Aufstellen (meine One steht aber auch sehr stabil in der Vertikalen ohne Standfuß) und die größere HDD. Lieber das Geld in ein paar tolle Spiele investieren (z.B. Rocket League *g*) oder Rücklagen für einen 4k-TV und die Scorpio bilden 🙂

Q: Ich hätte die Xbox One S gerne in schwarz …
A: Ich fänd’ eine Version mit transparenten Gehäuse (wie bei der ersten XBox-Generation) cool. Mal abwarten, was die Zeit noch bringt 🙂

Q: Was bedeutet das “High Dynamic Range”?
A: Vereinfacht gesagt: es sind etwas leuchtendere Farben und Lichteffekte möglich. Aber du brauchst dazu unbedingt einen TV, der das unterstützt.
Halte ich derzeit nur für ein Nice-to-have-Feature.

Q: Wird es auch die 500 GB/1TB Version zum Kauf geben?
A: Derzeit ist wohl nur die 2TB-Verion der One S für Deutschland vorgesehen. Aber du kannst dir eine One (ohne S) mit 500GB oder 1TB kaufen. Leistung ist die gleiche.

Noch’n Projekt

Eigentlich bin ich bescheuert: Zum Jahresanfang hatte ich mir in den Kopf gesetzt, neben dem Restart von diesem Blog auch noch je ein Blog über meine Retro-Leidenschaft und über meinem Streben zum Entwickeln von Computerspielen anzugehen. Neben der Arbeit. Neben meinem Lehrgang bei der IHK. Wo ich doch gerne auch noch ein paar Videos gemacht hätte. Und gerne auch tatsächlich die eine oder andere Spielidee umsetzten will. Und ich auch das eine oder andere Spiel spielen, Buch lesen und Film oder Serie ansehen möchte. Und eigentlich sollte ich mich öfters aufs Rad schwingen oder mich anderweitig sportlich austoben.

Ok, Zeit für ein Selbsteingeständnis: ich nehme mir gerne zu viel vor für die Zeit die mir zur Verfügung steht.

Jetzt habe ich mir noch ein Projekt vorgenommen: ein Buch schreiben. Ok, ein EBook und zwar ohne Verlag bzw. im ‚Selbstverlag‘. Hintergrund ist, dass mich in den letzten Tagen die Ankündigung zum Start des Amazon Storyteller Award ansprang. Aus dem Gedanken, wie cool es wäre an so einem Wettbewerb teilzunehmen – und ihn dann am Schluss vielleicht sogar zu gewinnen – hat sich dann ganz schnell eine Buch-Idee entwickelt, die sich in so eine Art Eigenleben in den letzten Tagen konkreter ausformuliert hat. Da mein innerer Kreativ-Dämon schon wieder eine umfangreiche Mindmap mit Charakteren, Orten und Handlungen entwickelt hat, kann ich im Moment nur vor ihm kapitulieren und diesem Projekt nachgehen.

Mein innerer Projektmanager schlägt schon wieder die Hände überm Kopf zusammen, da er genau sieht, wie die gewissenhafte Abwägung, ob man dieses Projekt tatsächlich angehen soll, einfach davon geschwemmt wurde als der Enthusiasmus sagte: „Jaja, kein Problem, wirmachendasschon“.

Ok, dann werden wir mal abwarten, ob und was dabei herauskommt.

 

Wenn Early Access schädlich ist

Heute wurde mir auf Steam Lego Worlds vorgestellt – ein Sandbox-Game, welches aus Lego-Steinen – und damit allem möglichen aus dem Lego-Universum – erschaffen ist und durch diese auch beliebig verändert werden kann. Als das Spiel vor rund einem Jahr in den Early Access startete hatte ich mir das Spiel schon einmal näher angeschaut und fand es im Grunde gar nicht schlecht. Umso mehr verwunderte es mich, dass die Steam-Ratings für die jüngere Vergangenheit als ‚ausgeglichen‘ gewertet werden. Und sind wir mal ehrlich: wenn bei Steam ‚ausgeglichen‘ steht, halten es die Spieler für Schrott.

Wenn man aber so über die letzten Kommentare liest – besonders die Negativen – fällt einem auf, dass die Reviewer im Grunde gar nichts negatives zum Spiel zu berichten haben. Viel mehr wird kritisiert, dass Tt (Travellers Tale – der Entwickler) zwar auf monatlicher Basis Updates veröffentlicht, sich im Spiel dadurch aber nichts Großes oder Substanzielles ändert.

Über einen ähnlichen Umstand bin ich letztens schon einmal bei Next Car Game gestolpert. Dieses Auto-Spiel war ursprünglich nur mal so eine Art Technik-Studie, dass man nach drängen der Community als Early Access freigegeben hat. Dabei wurde schon damals kommuniziert, dass sich daraus vielleicht nie ein richtiges Spiel entwickeln wird. Aber auch hier beklagen jüngere Reviews, dass sich am Spiel nichts mehr tut.

Es scheint so, als ob ein bedeutender Teil der Gamer den Sinn von Early Access als Chance für den Entwicklungsprozess nicht verstanden haben oder verstehen wollen. Für diesen Teil scheint das nur so eine Art ‚Marketing-Trick‘ zu sein, um ein quasi fertiges Spiel zu promoten. Und es mag sogar Fälle geben, wo das so ist.

Für das tatsächliche Marketing dürften derlei Reviews aber ungerechtfertigter Weise schädlich sein. Und das kann sich langfristig tatsächlich auf die Umsätze dieses Titels und damit auch auf die Finanzierung zukünftiger Projekte auswirken. Da darf man sich gerne die Frage stellen, ob man sich als Entwickler mit Early Access einen Gefallen tut oder eher schadet.

Wenn Early Access schädlich ist …

Heute wurde mir auf Steam Lego Worlds vorgestellt – ein Sandbox-Game, welches aus Lego-Steinen – und damit allem möglichen aus dem Lego-Universum – erschaffen ist und durch diese auch beliebig verändert werden kann. Als das Spiel vor rund einem Jahr in den Early Access startete hatte ich mir das Spiel schon einmal näher angeschaut und fand es im Grunde gar nicht schlecht. Umso mehr verwunderte es mich, dass die Steam-Ratings für die jüngere Vergangenheit als ‚ausgeglichen‘ gewertet werden. Und sind wir mal ehrlich: wenn bei Steam ‚ausgeglichen‘ steht, halten es die Spieler für Schrott.

Wenn man aber so über die letzten Kommentare liest – besonders die Negativen – fällt einem auf, dass die Reviewer im Grunde gar nichts negatives zum Spiel zu berichten haben. Viel mehr wird kritisiert, dass Tt (Travellers Tale – der Entwickler) zwar auf monatlicher Basis Updates veröffentlicht, sich im Spiel dadurch aber nichts Großes oder Substanzielles ändert.

Über einen ähnlichen Umstand bin ich letztens schon einmal bei Next Car Game gestolpert. Dieses Auto-Spiel war ursprünglich nur mal so eine Art Technik-Studie, dass man nach drängen der Community als Early Access freigegeben hat. Dabei wurde schon damals kommuniziert, dass sich daraus vielleicht nie ein richtiges Spiel entwickeln wird. Aber auch hier beklagen jüngere Reviews, dass sich am Spiel nichts mehr tut.

Es scheint so, als ob ein bedeutender Teil der Gamer den Sinn von Early Access als Chance für den Entwicklungsprozess nicht verstanden haben oder verstehen wollen. Für diesen Teil scheint das nur so eine Art ‚Marketing-Trick‘ zu sein, um ein quasi fertiges Spiel zu promoten. Und es mag sogar Fälle geben, wo das so ist.

Für das tatsächliche Marketing dürften derlei Reviews aber ungerechtfertigter Weise schädlich sein. Und das kann sich langfristig tatsächlich auf die Umsätze dieses Titels und damit auch auf die Finanzierung zukünftiger Projekte auswirken. Da darf man sich gerne die Frage stellen, ob man sich als Entwickler mit Early Access einen Gefallen tut oder eher schadet.